Wenn der Plan genehmigt ist und die ersten Maschinen anrücken, beginnt für mich die vielleicht aufregendste Phase eines Gartenprojekts. Aus Linien auf Papier wird plötzlich echte Erde, echter Stein, echtes Leben. Ich begleite diese Phase immer persönlich – und ich möchte Ihnen erklären, warum das so wichtig ist.
Auch der sorgfältigste Plan trifft auf die Realität. Vielleicht liegt der Boden anders als erwartet, vielleicht taucht eine alte Wurzel auf, vielleicht ergibt sich beim Aufmass eine Ungenauigkeit. Wer dann nicht vor Ort ist, riskiert, dass Handwerker Entscheide treffen, die den Gesamtentwurf gefährden.
Ich bin bei wichtigen Phasen immer dabei – bei der Erdvermessung, beim Setzen der ersten Steine, beim Einpflanzen der Leitgehölze. Das sind die Momente, in denen ein Garten seine Grundstruktur bekommt.
Eine Sache, die viele unterschätzen: die Bodenqualität. Ein Garten kann nur so gut sein wie seine Erde. Ich lasse daher in Projekten, wo es sinnvoll ist, eine einfache Bodenanalyse durchführen. Dann wissen wir, ob der Boden lehmig, sandig oder humusreich ist, welchen pH-Wert er hat, und was er braucht um die geplanten Pflanzen zu tragen.
Guter Boden ist die günstigste Investition in einen dauerhaft schönen Garten. Wer am Substrat spart, spart am falschen Ort.
Mir liegt es am Herzen, wenn immer möglich mit lokalen Materialien und regionalen Handwerkern zu arbeiten. Das verkürzt Transportwege, stärkt die lokale Wirtschaft und fügt den Garten in seine Umgebung ein. Jurakalk aus der Region passt optisch besser in einen Zürcher Garten als importiertes Material von weit her.
Ein frisch angelegter Garten sieht oft noch etwas kahl aus – das ist normal. Pflanzen brauchen ein bis zwei Jahre, um richtig anzuwachsen und ihre Form zu entwickeln. Ich zeige meinen Kunden nach der Fertigstellung, was in den ersten Wochen zu beachten ist: giessen, mulchen, dem Boden Zeit geben. Dann kommt der Rest von alleine.