Einheimische Pflanzen, Wildblumenwiesen, Insektenhotels – naturnahe Gestaltung ist in aller Munde. Doch für mich ist das kein Modetrend, den ich mitmache weil er gerade gut ankommt. Es ist eine Überzeugung, die mich seit Beginn meiner Arbeit begleitet.
Naturnah bedeutet nicht ungepflegt. Es bedeutet, Pflanzen und Strukturen zu wählen, die dem Standort entsprechen, die mit den lokalen klimatischen Bedingungen zurechtkommen und die mit der Zeit ein funktionierendes kleines Ökosystem bilden.
Ein naturnaher Garten ist kein verwildertes Durcheinander. Er hat Struktur, Schönheit und einen erkennbaren Charakter. Er sieht nur anders aus als ein aufwändig gepflegter Ziergarten – ruhiger vielleicht, organischer, lebendiger.
Einheimische Gehölze und Stauden haben sich über Jahrtausende an unsere Böden und unser Klima angepasst. Sie brauchen weniger Wasser, weniger Dünger, weniger Eingriff. Und sie sind die Lebensgrundlage für die Tiere, die in unserer Landschaft zuhause sind: Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel.
Ein Kirschlorbeer aus Portugal ist für eine einheimische Biene fast nutzlos. Ein Schwarzer Holunder, eine Heckenrose, ein Weissdorn – das sind Pflanzen, von denen Dutzende von Insektenarten abhängig sind.
Ich erlebe oft, dass Menschen eine Wildblumenwiese wollen, aber dann doch unsicher sind ob das «gepflegt genug» aussieht. Meine Antwort: Eine gut angelegte Wildblumenwiese ist im Sommer eines der schönsten Bilder, die ein Garten bieten kann. Sie ist farbenreich, bewegt sich im Wind und summt vor Leben.
Das Geheimnis liegt in der Anlage: richtiges Substrat, die passende Saatmischung für den Standort, und das richtige Mähregime. Ich berate Sie dabei gerne.
Wenn Sie das nächste Mal Ihren Garten umgestalten möchten: Fragen Sie mich nach naturnahen Alternativen. Ich zeige Ihnen, wie ein Garten aussehen kann, der schön ist, pflegeleicht ist – und gleichzeitig etwas zurückgibt an die Natur, die uns so viel gibt.